Studie: Umwelt-Skeptizismus und konservative Think Tanks in den USA

„Umwelt-Skeptizismus“ ist insbesondere in den USA (aber zunehmend auch in Europa) eine wissenschaftliche Strömung, die die Schwere von Umweltproblemen leugnet und warnende Wissenschaft als „junk science“ kritisiert.
Ein aktueller wissenschaftlicher Artikel im Magazin Environmental Politics befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen dem „Umwelt-Skeptizismus“ und konservativen Think-Tanks in den USA. Dazu wurden 141 englischsprachige Bücher mit „umweltsketpischen“ Inhalten untersucht, die zwischen 1972 und 2005 veröffentlicht wurden. Das Ergebnis: Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen konservativen Think-Tanks und „umweltskeptischen“ Büchern: 92 % der Bücher wurden von konservativen Think Tanks veröffentlicht, 90 % der konservativen Think Tanks, die sich mit Umweltthemen befassen, nehmen eine umweltskeptische Richtung ein.
Der Schluss der StudienautorInnen: Der Umweltskeptizismus ist eine Taktik der Gegenbewegung wichtiger Eliten zur Umweltbewegung, die durchaus erfolgreich zu einer Schwächung der US-amerikanischen Umweltpolitik beigetragen hat. Die mit Anhängen 38 Seiten starke Publikation geht ins Detail und nennt Namen, das Journal ist ein Peer-Review-Journal.

Website zur Studie mit Downloadmöglichkeit (en, Suche nach „The organisation of denial“)