Studie: Umweltfaktoren beeinflussen, wie viel Kohlenstoff in Böden gespeichert wird

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Böden speichern mehr als drei Mal so viel Kohlenstoff wie Pflanzen oder die Atmosphäre.

Die Bedeutung der Böden als Kohlenstoffspeicher ist bekannt: mehr als 3.000 Gigatonnen davon halten sie in Form von unterschiedlichen organischen Molekülen fest, berichtete das Max-Planck-Institut in einer Aussendung Anfang Oktober: „Durch Abbauprozesse gelangt der Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre, wo er vor allem als Kohlendioxid seine klimaschädliche Wirkung entfaltet.“

Ungeklärt war bisher allerdings, warum manche organische Bestandteile des Bodens merklich schneller abgebaut werden als andere.
Ein internationales Forscherteam ist jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass Umweltfaktoren dafür verantwortlich sind. Die Molekülstruktur der kohlenstoffhaltigen Verbindungen dürfte laut Studie entgegen bisheriger Annahmen keine Rolle spielen.

Verschiedene Ökofaktoren wie Temperatur, Wassergehalt und Mikroorganismen (Art, Menge und Verteilung) spielen beim Abbau des Kohlenstoffs und der Umwandlung in Kohlendioxid alle eine wichtige Rolle.

Die StudienautorInnen hoffen, dass die neuen Erkenntnisse dazu beitragen können, Klimamodelle in Zukunft realitätsnäher zu gestalten.

Pressemitteilung Max-Planck-Institut
Studienergebnisse (kostenpflichtiger Artikel( (en)