Studie: „Verlust“ von 300 Millionen Vögeln durch Intensivlandwirtschaft in der EU seit 1980
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Rund 600 Millionen Vögel wurden im Jahr 1980 in Europa gezählt, 30 Jahre später hat sich ihre Zahl um die Hälfte reduziert. 300 Millionen Vögel weniger leben jetzt auf den Feldern und in den Wäldern der Europäischen Union, berichtet die britische Tageszeitung „The Guardian“ mit Bezugnahme auf die neuesten Zahlen des „Pan-European Bird Monitoring Schemes“ des European Bird Census Councils (EBCC).Schuld an diesem dramatischen Rückgang sei laut den WissenschafterInnen die Landwirtschaftspolitik der EU, welche die Intensivlandwirtschaft und Monokulturen fördert. Die Lebensräume der Tiere seien dadurch vernichtet worden. Es gibt zu wenig geeignete Brutplätze und Futtermittel, was die Fortpflanzung der Vögel gefährdet.
So gibt es laut EBCC heute nur mehr knapp 2,4 Millionen Rebhühner, das sind 82 Prozent weniger als 1980, als noch 13,4 Millionen dieser Tiere gezählt wurden. Die Anzahl der Stare ging wegen der Abholzung der Wälder und des damit einhergehenden Verlustes von Brutstätten um 53 Prozent zurück.
Die Zahl der Kiebitze, die bevorzugt am Rande von Wasserflächen leben, ging durch die Austrocknung bzw. Trockenlegung vieler Seen, Flüsse und Sumpfgebiete um rund 52 Prozent zurück.
Weitere Informationen über das Pan-European Bird Monitoring Scheme finden Sie auf der Webseite des EBCC.
Guardian: How EU farming policies led to a collapse in Europe’s bird policies (en)
European Bird Census Council (en)