Studie: Vorsicht „Giftmischer“!

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Gentechnisch veränderte Pflanzen belasten Nahrungskette mit Giftcocktails.

Der deutsche Verein Testbiotech, der sich mit der Folgenabschätzung in der Biotechnologie beschäftigt, warnt in einer aktuellen Studie im Auftrag der deutschen Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken vor einer zunehmenden Belastung der Nahrungsmittelproduktion mit Giftstoffen, die in gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten sind.

Besondere Sorge gilt laut Autor Christoph Then dabei den Rückständen von Unkrautvernichtungsmitteln und Insektengiften. Der Verein kritisiert, dass es kaum Kontrollen und keine ausreichenden Risikoprüfungen gäbe.

Bei bestimmten Spritzmittelmischungen, die Glyphosat enthalten und die auch bei gentechnisch veränderter Soja zum Einsatz kommen, seien die zuständigen deutschen Behörden aus Sorge vor möglichen gesundheitlichen Schäden bereits aktiv geworden, berichtet Testbiotech. Den Spritzmitteln werden sogenannte POE-Tallowamine beigemischt, welche die Wirkung des Unkrautvernichtungsmittels verstärken sollen. Nach Auffassung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) könnte dieses Gift über Futtermittel und tierische Produkte bis zum Verbraucher gelangen.

Derzeit gibt es mehrere Anträge für gentechnisch veränderte Pflanzen, die in den nächsten Monaten in der EU als Futter- und Lebensmittel zugelassen werden sollen. Auf der Zulassungsliste steht ein von den Firmen Monsanto und Dow AgroSciences produzierter Mais, auch eine Verlängerung der Zulassung der gentechnisch veränderten Soja der US-Firma Monsanto ist zu erwarten.

Verein Testbiotech
Studie (pdf)