Studie: Wale reagieren auf militärischen Sonar
Natur & Biodiversität
Eine Studie über Cuvier-Schnabelwale hat nachgewiesen, dass diese Tiere auf militärische Sonar-Geräusche reagieren. Die Studie zeigt, dass die Tiere signifikante Reaktionen bei Lautstärken zeigen, bei denen die USA bisher gedacht hatten, dass sie keinen Effekt auf die Wale haben.Schon seit langem wird angenommen, dass die Massen-Strandungen von Walen und Delphinen auf militärische Sonargeräusche zurückzuführen sind. Rund 69 % der gestrandeten Wale, bei denen Sonargeräusche als Ursache vermutet wird, sind Cuvier-Schnabelwale. Im Rahmen eines kontrollierten Experiments wurden zwei Cuvier-Schnabelwale jetzt Sonargeräuschen in unterschiedlicher Lautstärke ausgesetzt.
Die Tiere reduzierten zuerst ihre eigenen Bewegungen, vermutlich um auf die Sonargeräusche zu horchen. Anschließend hörten sie selbst auf, eigene Geräusche von sich zu geben, und entfernten sich schnell von der Geräuschquelle. Bis zu eineinhalb Stunden danach zeigten die Wale in ihrem Verhalten noch Reaktionen auf die Sonar-Geräusche. Das schnelle Entfernen von der Geräuschquelle könnte für die Massenstrandungen verantwortlich sein, resümieren die WissenschafterInnen.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Biology Letters“ veröffentlicht. Auf den Volltext des Artikels in englischer Sprache kann gratis zugegriffen werden.
Studie: Wale reagieren auf militärischen Sonar
Biology Letters: First direct measurements of behavioural responses by Cuviers beaked whales to mid-frequency active sonar