Studie: Wetterextreme heizen Klimawandel an
Klima & Energie
„Wenn der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre steigt, heizt sich die Erde nicht nur auf, auch Wetterextreme wie anhaltende Dürren, Hitzewellen, Starkregen oder extreme Stürme dürften sich häufen“, schreibt das deutsche Max-Planck-Institut in einer Pressemitteilung. Ein internationales Forscherteam rund um Markus Reichstein, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, ist der Frage nachgegangen, ob die extremen Klimaereignisse dazu führen, dass Landökosysteme zusätzliches Kohlendioxid freisetzen und somit den Klimawandel verstärken.Die WissenschafterInnen fanden heraus, „dass die Landökosysteme wegen der extremen klimatischen Ereignisse jährlich per Fotosynthese etwa elf Milliarden Tonnen weniger Kohlendioxid aufnehmen, als sie es ohne Extremereignisse könnten. Das entspricht etwa einem Drittel der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr.“
Klimatische Extremereignisse würden sich viel stärker auf die Kohlenstoffbilanz auswirken als bis dahin angenommen, resümieren die WissenschafterInnen. „Möglicherweise schwächen Dürren, Hitzewellen oder Stürme also die Pufferwirkung, die terrestrische Ökosysteme im Klimasystem ausüben. Pflanzen und Böden haben nämlich in den vergangenen 50 Jahren bis zu 30 Prozent der Kohlendioxid-Menge aufgenommen, die der Mensch vor allem aus fossilen Brennstoffen freisetzte.“
Die detaillierten Studienergebnisse werden auf der Webseite der Max-Planck-Gesellschaft in deutscher Sprache zusammengefasst, die Studienergebnisse wurden am 15. August 2013 im Fachmagazin „Nature“ in englischer Sprache vorgestellt. Der Zugriff auf den Volltext des Artikels „Climate extremes and the carbon cycle“ ist kostenpflichtig.
Max-Planck-Gesellschaft Pressemitteilung
Nature: Climate exremes and the carbon cycle (kostenpflichtig)