Studie: Wie fair ist Fairtrade?
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Eine neue Studie der School of Oriental and African Studies, die zur University of London gehört, hätte ergeben, dass Fairtrade in Uganda und Äthiopien zumindest für Hilfsarbeiter nicht funktioniert, schreibt die „Deutsche Welle“ in ihrem Artikel „Wie fair ist Fairtrade?“.Die WissenschafterInnen sind im Rahmen ihrer Studie nach Uganda und Äthiopien gefahren und haben sich die Arbeitsbedingungen von Lohnarbeitern in der Schnittblumen-, Kaffee- und Teeproduktion angesehen, schreibt die „Deutsche Welle“. Man hätte Gegenden ausgesucht, in denen etablierte Fairtrade-Produktion dominiere und sie dann mit Gegenden ohne Fairtrade-Produktion verglichen. Die Löhne der Arbeiter in den Fairtrade-Gegenden seien durchweg geringer gewesen, berichtet die „Deutsche Welle“.
"Es ist dabei wichtig zu betonen, dass wir daraus nicht den Schluss ziehen, dass Fairtrade aktiv zu schlechteren Bedingungen beiträgt, denn dafür können auch andere Faktoren mitverantwortlich sein. Was wir aber mit großer Sicherheit und Repräsentativität sagen können ist, dass Fairtrade es versäumt hat, für bessere Bedingungen zu sorgen", sagte Bernd Müller, Koautor der Studie, im Gespräch mit der Deutschen Welle.