Studie zum Energiesparpotential durch Informations- und Kommunikationstechnologie

Klima & Energie

Das Energiespar-Potential durch die breitere Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie IKT in Industrie und Infrastruktur ist groß, die jährlichen globalen Treibhausgasemissionen könnten dadurch bis 2020 um 15 % gesenkt werden. Zu diesem Schluss kommt eine Ende Juni 2008 veröffentlichte Studie der „Global e-sustainability initiative“, Gesi, und der britischen NGO „the Climate Group“.
Die Studie gilt als die erste Studie über das Potential der IKT für Energieeffizienz und spricht von möglichen CO2-Ensparungen in der Höhe von 7,8 Mrd. t CO2-Äquivalenten und Einsparungen für die Industrie in der Höhe von 500 Mrd. Euro.
Das größte Potential liegt demnach in vier Bereichen: Industriemotoren, Gebäude, Logistik und Stromnetze, wobei die Reduktion von Verlusten bei der Stromübertragung die größten Einsparungen bringen würde. Für die Politik empfiehlt die Studie eine kohärente Rahmengesetzgebung, und Instrumente wie Normung und Forschungsförderung sowie Pilotprojekte.

Die Europäische Kommission arbeitet bereits am Thema, eine entsprechende erste Mitteilung hat sie Mitte Mai 2008 vorgelegt, weitere Mitteilungen werden folgen.

Website zur Studie „Smart 2020“ mit Downloadmöglichkeit (en)