Taskforce: Emissionshandel entscheidend für Net Zero

4. Feb 21

Der TSVCM zufolge könne der freiwillige Emissionshandel ein entscheidendes Instrument zur Begrenzung der globalen Erwärmung sein. Um sie auf 1,5 °C zu begrenzen, müssen die Emissionen bis 2050 auf Netto Null reduziert werden. Die Empfehlungen des am 27. Jänner präsentierten Berichts sind vor allem an den privaten Sektor, d.h. an Unternehmen und Investor*innen gerichtet. Sie wurden von aktuellen als auch von möglichen zukünftigen Marktteilnehmer*innen entwickelt, um sicherzustellen, dass dieser Markt die Bedürfnisse seiner Teilnehmer*innen erfüllen kann, ohne die Wirksamkeit der angestrebten Dekarbonisierung zu gefährden. Die wichtigsten Kernaussagen sind:

  • Das Prinzip des Kohlendioxid-Ausgleichs zur Erreichung von Klimaneutralität hat auf dem Weg hin zu Net Zero eine zentrale Aufgabe. Zusammen mit der Reduktion und dem Abbau von CO2-Emissionen spielt es eine wichtige ergänzende Rolle, um Klimaschutzmaßnahmen zu beschleunigen.
  • Von einem gestärkten und etablierten Kohlendioxid-Markt erwartet die Taskforce, dass er Finanzmittel für Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern mobilisieren wird, was ebenfalls als zentraler Punkt zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels im Pariser Klimaabkommen genannt ist.
  • Hinsichtlich der Pläne zur Dekarbonisierung ihres Betriebs und der Wertschöpfungsketten in Einklang mit den Science based targets sollten Unternehmen ihre Verpflichtungen, detaillierte Umstellungspläne und jährliche Fortschritte offenlegen. Grundlage hierfür wird eine regelmäßige Bilanzierung des entsprechenden CO2-Fußabdrucks sein, welche außerdem den Ausgangspunkt für weitere Maßnahmen und Vorhaben bildet.

Der Bericht baut auf einem früheren Konsultationspapier auf, in welches das Feedback von mehr als 160 Teilnehmer*innen eingeflossen ist. Er skizziert einen Fahrplan für das Wachstum und den Ausbau des freiwilligen Emissionshandels, um die zunehmende Nachfrage am Markt beantworten zu können.

ClimatePartner: Bericht ermögliche mehr Sicherheit und bessere Planbarkeit

„Durch die Arbeit der Taskforce und den Abschlussbericht bekommt die Projektarbeit rund um Klimaschutz und Emissionsausgleich einen wichtigen Rahmen, der zudem mehr Sicherheit und bessere Planbarkeit mit sich bringt“, begrüßt Sascha Lafeld, Head of Carbon Offset & Green Energy Services bei ClimatePartner, die Veröffentlichung des Berichtes. „Genau diese Faktoren sind zentral, damit noch mehr Projekte initiiert werden können und mit ihrer klaren Klimaschutzwirkung und sozialem Mehrwert zur Erreichung der Pariser Klimaziele beitragen.“

Als Mitglied der Beratungsgruppe war ClimatePartner aktiv daran beteiligt, Grundlagen für einen zukünftigen freiwilligen Emissionshandel zu definieren und Leitlinien für Unternehmen und Märkte zu schaffen. Die Taskforce und die dazugehörige Beratungsgruppe setzen sich aus Vertreter*innen von mehr als 90 Unternehmen und Organisationen verschiedenster Bereiche zusammen, darunter Projektentwickler*innen und -lieferant*innen, Einkäufer*innen, Finanzinstitute und weitere Dienstleister*innen. Die Gruppe wurde von Mark Carney, UN-Sondergesandter für Klimaschutz, im Vorfeld des Weltklimagipfels COP26 in Glasgow initiiert. Ihr Ziel ist es, den Markt rund um den freiwilligen Emissionshandel weiter auszubauen und somit zur Erreichung der im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Klimaziele beizutragen.


Abschlussbericht der Taskforce

ClimatePartner