taz: Biovegane Landwirtschaft – Gurke ohne Tier

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

„Düngen ohne Mist und Gülle? Agrarverbände sagen, das sei utopisch“, schreibt die „taz“ in ihrer Reportage über den deutschen Bauern Eugen Ehrenberg und den mit Profit wirtschaftenden Gärtnerhof Bienenbüttel, der biovegane Landwirtschaft betreibt.

Der Bauernhof in der Lüneburger Heide benutzt keine chemischen Pestizide und auch keine tierischen Düngemittel wie Gülle, Mist oder Horn. Die Bauern düngen mit Gemüseabfällen und pflanzlichen Düngerpellets.

Insgesamt listet der Vegetarierbund Deutschland 22 viehlose oder biovegane Betriebe in Deutschland auf, informiert die „taz“. „Seit drei Jahren bewirbt der Gärtnerhof seine Produkte auf dem Lüneburger Wochenmarkt mit dem Label „biovegan“. Erst seit ein paar Jahren werde Veganismus immer mehr akzeptiert, meint Ehrenberg, davor habe er Kunden eher abgeschreckt.“

In Großbritannien und Österreich ist die biovegane Community größer als in Deutschland. Das Vegan Organic Netzwerk hat Richtlinien für den bioveganen Anbau beschlossen und bewirbt mit einem eigenen Siegel biovegane Produkte. In Deutschland sei das Netzwerk noch nicht so weit, sagt Ehrenberg. „Es fehlt das Bewusstsein bei den Leuten dafür, wie eine Gemüseproduktion aussieht“, sagt Eugen Ehrenberg.

taz: Biovegane Landwirtschaft – Gurke ohne Tier