taz: „Stromquellen in Deutschland: Mehr Strom, dafür grüner“
Klima & Energie
Die deutsche Bundesnetzagentur kommt in einer Zukunftsanalyse zu dem Schluss, dass der Anteil erneuerbarer Energien höher ausfallen wird als bisher angenommen wurde.Die Deutschen würden in Zukunft zwar mehr Strom verbrauchen, dieser sei aber „grüner“, schreibt die „taz“ in einem Bericht über die Analyse der deutschen Bundesnetzagentur, die den zukünftigen Stromverbrauch errechnet hat.
Nach dem Atomausstieg Deutschlands recherchierte die Bundesnetzagentur, welche Art von Kraftwerken bis zum Jahr 2022 voraussichtlich gebaut werden. Diese Analyse ist notwendig, um zu ermitteln, welche Stromtrassen in den nächsten Jahren errichtet werden müssen. „Nach einer ersten Abschätzung wird der Anteil der erneuerbaren Energien am Nettostromverbrauch bis 2022 bei etwa 50 Prozent liegen“, bestätigte eine Sprecherin der „taz“.
Damit liegt der errechnete Anteil merklich über den bisherigen Einschätzungen der deutschen Bundesregierung, die laut „taz“ bis zum Jahr 2020 nur einen Anteil der erneuerbaren Energien von 35 Prozent kalkuliert hatte.
Investitionen in neue – und auch in bereits geplante – Steinkohlekraftwerke werde von der Bundesnetzagentur als „wenig attraktiv“ eingeschätzt.