Testbiotech: Glyphosat in argentinischem Soja
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Erst vor Kurzem konnten WissenschafterInnen Glyphosat in dänischen Kühen nachweisen, und jetzt hat der Verein Testbiotech die Ergebnisse eines Pilotprojektes veröffentlicht, das weit erhöhte Rückstände von Glyphosat in argentinischen Gentech-Sjoabohnen nachweist.„Im April 2013 nahm Testbiotech in Argentinien Proben von Feldern, die in Regionen liegen, auf denen gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut werden. In Argentinien werden fast ausschließlich Sojabohnen angebaut, die ursprünglich von der Firma Monsanto entwickelt wurden und unter dem Namen Roundup Ready-Soja bekannt sind. Sie sind resistent gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat (Markennamen wie Roundup). Die Pflanzen waren kurz vor der Ernte“, schreibt der Wissenschafter Christoph Then von Testbiotech in seinem Bericht.
„Die Proben wurden von einem Labor der Universität von Buenos Aires analysiert. Die Ergebnisse zeigten einen überraschend hohen Glyphosatgehalt, der in einer Probe fast 100 mg/kg erreichte und in sieben von elf untersuchten Proben deutlich über dem internationalen Grenzwert von 20 mg/kg lag. Diese Ergebnisse wurden in einer zweiten Untersuchung bestätigt. Da diese Werte alarmierend hoch sind, entschied sich Testbiotech, die Ergebnisse zu veröffentlichen, auch wenn die Zahl der Proben insgesamt gering ist. Nach Ansicht von Testbiotech zeigt der hohe Gehalt an Rückständen, dass diese Sojabohnen nicht unter Bedingungen einer umweltverträglichen landwirtschaftlichen Praxis angebaut wurden. Die aufgewendete Menge an Glyphosat war demnach viel höher, als normalerweise empfohlen wird. Der Grund für diese überhöhten Spritzmittelmengen könnte in einem verstärkten Auftreten von herbizidresistenten Unkräutern liegen.“
Testbiotech Pressemitteilung
Testbiotech: Hohe Rückstandsmengen von Glyphosat bei Sojabohnen in Argentinien