Tödliche Luft: Immer noch zu hohe Luftschadstoffe in der EU
Verkehr & Luft & Industrie
„Feinstaub verkürzt die Lebenserwartung.“ „Ozon kann Atemprobleme verursachen und die Lebenserwartung verkürzen.“ „Benzoapyren ist ein Karzniogen.“ – So beschreibt die Europäische Umweltagentur (EUA) diverse Luftschadstoffe, deren Höchstwerte eigentlich alle gesetzlich geregelt sind.Trotzdem werden in vielen Ländern und vor allem in den Städten die erlaubten Höchstgrenzen überschritten, berichtet die EUA in ihrem jüngsten Bericht, der letzte Woche veröffentlicht wurde.
Feinstaub (PM) ist der Luftschadstoff, von dem in der EU das größte Gesundheitsrisiko ausgeht, er verkürzt die Lebenserwartung, schreibt die EUA. Dem Bericht zufolge waren im Jahr 2010 21 Prozent der Bevölkerung in den Städten Mengen an Feinstaub ausgesetzt, die den striktesten zum Schutz der Gesundheit festgesetzten EU-Grenzwert (Tagesgrenzwert) überschritten.
Auch die Ozon-Belastung für Stadtbewohner ist sehr hoch. So waren in der EU im Jahr 2010 17 Prozent der Stadtbewohner Konzentrationen über dem EU-Zielwert für O3 ausgesetzt.
Benzo(a)pyren (BaP) ist laut Angaben der EU-Kommission ein Karzinogen. Ein erheblicher Teil der städtischen Bevölkerung in der EU (20-29 Prozent zwischen 2008 und 2010) war Konzentrationen über dem EU-Zielwert ausgesetzt, der bis 2013 erreicht werden muss. Die BaP-Konzentrationen in der EU befinden sich im Steigen.
Im Jahr 2010 war die Stadtbevölkerung der EU zum ersten Mal keinen Schwefeldioxid-Konzentrationen über dem erlaubten EU-Grenzwert ausgesetzt.
Der Bericht „Air quality in Europe – 2012 report“ steht online als Download gratis zur Verfügung-
EUA: Viele Europäer sind weiterhin Luftschadstoffen ausgesetzt
EUA: Air quality in Europe – 2012 report (en)