Trotz Mercosur-Verhandlungen: Bolsonaro will Abholzung nicht stoppen

9. Aug 19

In Brasilien wurde in den Monaten von Mai bis Juli  viel mehr Regenwaldfläche abgeholzt als in den gleichen Zeiträumen der Jahre 2016 bis 2018. DAs zeigen Satellitendaten des brasilianischen Weltrauminstituts INPE. Statt darauf zu reagieren, kritisiert Präsident Jair Bolsonaro das Institut. 

Berichte über die zunehmende Abholzung würden Verhandlungen wie jene über das Handelsabkommen zwischen dem Mercosur-Raum und der EU stören, so Bosonaro. In dem zwischen der EU und den Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay unterzeichneten Abkommen sind die „effektive Umsetzung des Pariser Vertrags“ sowie die Reduzierung der illegalen Abholzung in Brasilien auf null vorgesehen. Außerdem muss Brasilien die Ausdehnung der Sojaplantagen in Waldgebieten zu beenden. 

Doch statt dies umzusetzen, will die Bolsonaro-Regierung die Kritik aus dem eigenen Land mundtot machen. Statt INPE soll in Zukunft eine private Firma die Abholzung dokumentieren.
 

Der Standard: Bolsonaros Kampf gegen die "Umweltpsychose"

Die Zeit: Abholzung des Amazonas-Regenwalds stark ausgeweitet