Trump in Davos: Angriff auf die EU und die Energiewende
Trump stellte seine „America-First“-Politik erneut ins Zentrum, attackierte die Europäische Union und erklärte fossile Energieträger wie Öl, Gas und Kohle zur Grundlage seiner wirtschaftspolitischen Vision.
Trump setzt auf fossile Energie und Druck auf Europa
In seiner Davos-Rede machte Donald Trump deutlich, dass er internationale Kooperation zunehmend durch bilaterale Machtpolitik ersetzen will. Er lobte neue Energie-Deals rund um Öl und Gas – auch mit europäischen Staaten – und stellte die europäische Energie- und Klimapolitik offen infrage. Erneuerbare Energien bezeichnete Trump indirekt als wirtschaftlich ineffizient und warnte vor angeblichen Wohlstandsverlusten durch Klimaschutzmaßnahmen. Besonders brisant waren Trumps Aussagen zur strategischen Bedeutung Grönlands. Zwar erklärte er, keine militärischen Schritte zu planen, ließ jedoch erkennen, dass Länder, die seinen Plänen im Weg stehen, mit politischem und wirtschaftlichem Druck rechnen müssten. Beobachter:innen werten dies als klare Drohkulisse gegenüber der EU.
Greenpeace: Kampfansage an die Energiewende
Für Greenpeace ist die Rede eine deutliche Kampfansage an die Energiewende und den europäischen Klimakurs. Die Organisation sieht in Trumps Auftritt einen weiteren Beleg dafür, dass die USA unter seiner Führung fossile Abhängigkeiten ausbauen und geopolitisch nutzen wollen. Greenpeace fordert die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf, geschlossen auf Trumps Vorstoß zu reagieren. Statt sich auf neue fossile Abhängigkeiten einzulassen, müsse Europa seine Energiepolitik konsequent auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Unabhängigkeit ausrichten.
Davos 2026 als Wendepunkt für Europas Energiepolitik?
Die Rede in Davos könnte sich als Wendepunkt erweisen: Entweder Europa reagiert mit einem Rückzug in nationale Einzelinteressen – oder mit mehr Zusammenarbeit, ambitionierter Klimapolitik und einem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien.