TTIP: "Unser Fleischabsatz wird deutlich steigen"

Für die Landwirtschaft ist TTIP sehr wichtig, sagt David Salmonsen, Cheflobbyist der US-Agrarindustrie, in einem Interview mit „Zeit Online“. Hormonfleisch und Chlorhühnchen müssen in der EU erlaubt sein, fordert Salmonsen.

Salmonsen geht davon aus, dass der Absatz der amerikanischen Fleischprodukte in der EU mit dem TTIP-Abkommen stark steigen wird. In den letzten 15 Jahren sei der landwirtschaftliche Handel mit Europa für die USA ein Defizithandel gewesen.

Salmonsen befürwortet die Nutzung von Hormonen in der Zucht von Nutztieren, die Verwendung von Ractopaminen in der Schweinezucht und die Verwendung von Chlor zur Reinigung von Hühnern nach der Schlachtung. All das ist in der Europäischen Union verboten.

Auf die Frage, ob es nicht möglich sei, die Produktionsstandards in den USA zu erhöhen, um sie an die Standards in der EU anzupassen, antwortet Salmonsen: „Die Produzenten in den USA haben sich an die Art, wie sie produzieren, gewöhnt. Für sie gibt es nicht wirklich einen Grund, daran etwas zu ändern – vor allem nicht für einen Markt, zu dem wir bislang ohnehin kaum einen Zugang haben.“

Zeit Online: "Unser Fleischabsatz wird deutlich steigen"