Überallokationen im EU-Emissionshandel

Klima & Energie

Mitte Mai 2006 legte die Europäische Kommission die Zahlen zum ersten Jahr des EU-Emissionshandels (2005) vor, also die tatsächlichen Emissionen der beteiligten Anlagen im Vergleich zu den zugeteilten Emissionsberechtigungen.

Das Ergebnis bestätigt erste Befürchtungen, die Mitgliedstaaten hätten zu viele Zertifikate verteilt: Insgesamt wurden 2,5 % weniger CO2 ausgestoßen als Zertifikate durch die Regierungen vergeben wurden. Nur in 6 der 21 Staaten, aus denen Zahlen vorliegen, wurde mehr emittiert - darunter auch Österreich.

Die Europäische Kommission begründet den Überschuss an Zertifikaten mit hohen Energiepreisen, dem milden Winter und vorsichtigem Verhalten der Industrie im ersten Jahr des Emissionshandels. Bei der Überprüfung der Vergabepläne für die zweite Phase (2008-12) werde die Kommission die Erfahrungen aus diesem ersten Jahr jedenfalls berücksichtigen.

Pressemeldung IP/06/612 Kommisson (en)
Website Kommission Emissionshandel (eng)
Datenbank zu zugeteilten Zertifikaten und tatsächlichen Emissionen