Umweltbundesamt entwickelt einheitliche Gentechnik-frei Vorgaben für den Donauraum
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Mit der europaweit rasant steigenden Nachfrage nach kontrolliert Gentechnik-freien Lebensmitteln wächst auch der Ruf nach einheitlichen und vergleichbaren Standards. Noch beruhen alle Kennzeichnungssysteme auf nationalen Regelungen, an gegenseitiger Anerkennung und einheitlichen Vorgaben wird jedoch intensiv gearbeitet.„Die Initiative Donau Soja, die in den letzten zwei Jahren mit großem Erfolg den Soja-Anbau in der Donauregion belebt hat, wird auch zum wichtigen Katalysator bei der Harmonisierung der Vorgaben für Gentechnik-freie Lebensmittel generell“, informiert das Umweltbundesamt. „Denn in den Soja-anbauenden Ländern Osteuropas ist durch die wachsenden Perspektiven für regionale, herkunftsgesicherte und Gentechnik-freie Soja auch das Interesse an der generellen Gentechnik-frei Kennzeichnung gestiegen.“
Ein Projekt der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit soll jetzt die Basis dafür legen, dass mögliche Kennzeichnungssysteme in den Ländern Osteuropas nach vergleichbaren Kriterien entwickelt werden können, in starker Anlehnung an die erfolgreich am Markt agierenden Systeme in Österreich und Deutschland.
Der Auftrag für die Erstellung eines „harmonisierten Gentechnik-frei Standards für die Donau Soja Region“ erging im November 2014 an das österreichische Umweltbundesamt. Bis Jahresende 2015 sollen unter Einbindung aller wichtigen Marktteilnehmer und Stakeholder sowie unter Berücksichtigung der bestehenden Kennzeichnungssysteme die Rahmenbedingungen und Vorgaben für eine in den Anforderungen möglichst einheitliche „Gentechnik-frei“-Kennzeichnung entwickelt werden.
Für Herbst 2015 ist in Wien eine Veranstaltung geplant, in der alle europäischen Gentechnik-frei Kennzeichnungs-Initiativen an der Harmonisierung der Gentechnik-Freiheit in Europa arbeiten sollen.
Umweltbundesamt Pressemitteilung
Umweltbundesamt Ländervergleich zu Gentechnik-frei Regelungen (2012) (PDF, Englisch)