Umweltbundesamt-Studie: Wertstoffe und Schadstoffe in Flachbildschirmen

Chemie & Nanotechnologie

Flachbildschirme enthalten Wertstoffe wie Metalle, Kunststoffe und elektronische Bauteile, die bei entsprechender Behandlung des Altgeräts auch recycelt werden können. Sie enthalten aber auch Schadstoffe, die umweltgerecht entsorgt werden müssen. Den Status quo der Sammlung und Behandlung in Österreich haben ExpertInnen aus dem Umweltbundesamt im Auftrag des Lebensministeriums jetzt untersucht.

Die WissenschafterInnen schätzen, dass ab etwa 2015 das Aufkommen an Flachbildschirmaltgeräten deutlich zunehmen wird.

LCD-PC-Monitore und TV-Geräte bestehen aus bis zu 50 Prozent aus Metallen, insbesondere Eisen und Aluminium, aus bis zu 30 Prozent zum Teil hochwertigen Kunststoffen wie Acrylglas und aus bis zu 10 Prozent Leiterplatten bzw. elektronischen Komponenten. Plasmageräte zeichnen sich durch einen hohen Glasanteil aus. Displays haben eine Beschichtung aus Indiumzinnoxid – ein wichtiges Mischoxid, das auch in der Fotovoltaik verwendet wird. All diese Stoffe können wieder recycelt werden.

In den Altgeräten sind aber auch viele Schadstoffe enthalten, darunter leicht freisetzbares Quecksilber in der Hintergrundbeleuchtung von LCD-Bildschirmen der ersten Generation oder Arsen im LCD-Glas.

Den Status Quo der Sammlung und Behandlung dieser Materialien in Österreich wurde jetzt im Rahmen der Studie untersucht. Der Report steht auf der Webseite des Umweltbundesamtes als Download zur Verfügung.

Umweltbundesamt-Studie: Wertstoffe und Schadstoffe in Flachbildschirmen