Umweltdachverband: „AMOORE MIO“: Schutz für Feuchtgebiete

Anlässlich des Internationalen Tages der Feuchtgebiete am 2. Februar startete das EU-LIFE-Projekt „AMooRe – Austrian Moor Restoration“, das der Umsetzung der Moorstrategie 2030+ dient und gemeinschaftlich von BMK, BML, allen neun Bundesländern sowie der Uni Wien und der Uni Kiel getragen wird. Damit sollen in einem Zeitraum von zehn Jahren über 44 Millionen Euro in den Schutz, die Revitalisierung und das Monitoring von Mooren fließen. „Moore und andere Feuchtgebiete sind aktive Klimaretter, denn sie können etwa zehnmal mehr Kohlendioxid (CO2) speichern als Wälder. Vor allem aber sind sie einzigartige Lebensräume für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Doch diese Ökosysteme sind stark bedroht: 90 Prozent der natürlichen Moorflächen Österreichs sind bereits verschwunden, weil sie Weide-, Verkehrs- und Siedlungsflächen weichen mussten. Trockene Moore geben CO2 ab, statt es zu speichern“, so Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes. Daher ist es notwendig, durch Umsetzung der Österreichischen Moorstrategie, des Nature Restoration Law, aber auch der immer noch ausständigen Bodenschutzstrategie diese wichtigen Naturflächen zu schützen und damit die Klima- und Biodiversitätskrise einzudämmen.

Projekt „AMooRe“: 44 Millionen Euro für den Schutz der Moore

Das von allen neun Bundesländern und zwei Bundesministerien (BMK, BML) bei der EU eingereichte SNAP-LIFE-Projekt zum Thema Moor-Renaturierung ist genehmigt und damit startklar. Mit dem Projekt soll dem Rückgang der Moore in Österreich entgegengewirkt und durch die Renaturierung der Feuchtgebiete ein wertvoller Beitrag zum Klima- und Gewässerschutz geleistet werden. Österreich ist reich an Mooren: Ihre Gesamtfläche wird auf rund 30.000 Hektar geschätzt und die der Torfböden auf mindestens 50.000 Hektar. Sie speichern große Mengen an Kohlenstoff und sind damit klare Klimaschützer. Sie können enorme Mengen Wasser aufnehmen und dadurch Hochwässer abmildern. Sie tragen zur Filterung und Reinigung des Wassers sowie zur Anreicherung des Grundwassers bei und sind damit kompetente Schützer unseres Trinkwassers. Nicht zuletzt sind sie wertvolle Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Doch der Zustand der österreichischen Moore ist äußerst kritisch. Laut einer Studie des Umweltbundesamts weisen mehr als 90 Prozent der heimischen Moore einen Sanierungsbedarf auf. Die Projektpartner:innen haben 13 Arbeitspakete geschnürt: von der Umsetzung von Renaturierungsprojekten über Wissensaufbau und Sensibilisierungsmaßnahmen bis hin zum intensiven Austausch mit allen relevanten Stakeholdern in allen Fachbereichen wie Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Klimapolitik sowie Raumplanung und Tourismus. 

„AMOORE MIO“: Schützen wir unsere Feuchtgebiete!

Projekt „AMooRe“: 44 Millionen Euro für den Schutz der Moore