Umweltdachverband: Countdown COP21 – 21 Klimaschutzforderungen an österreichische Regierung
Energie
Der Umweltdachverband hat am 9. November 2015 einen „Countdown“ zur Weltklimakonferenz COP21 in Paris gestartet, die 21 Tage nach dem 9. November, am 30. November 2015, startet. Jeden Tag wird der Umweltdachverband deshalb eine Klimaschutzforderung an die österreichische Bundesregierung und an die Landesregierungen stellen, 21 Maßnahmen werden insgesamt vorgestellt.Ab 30. November werden die Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention bei der Weltklimakonferenz COP21 in Paris um einen gemeinsamen Weg aus der Klimakrise ringen. So essenziell es ist, globale Maßnahmen für globale Probleme zu setzen, so wichtig sei es, auch auf nationaler Ebene proaktiv zu handeln, so der Umweltdachverband. Denn „wie die EU-Umweltagentur festgestellt hat, wird Österreich seine Treibhausgas-Emissionsziele bis zum Jahr 2020 weit verfehlen.“ Österreich sei als Alpenland außerdem besonders massiv vom Klimawandel betroffen. „Mit einem Auge nach Paris zu schielen und das andere zuzudrücken, ist zu wenig. Österreich muss der Klimakrise auch vor der eigenen Haustür in die Augen schauen und mit ambitionierten Maßnahmen konkrete Schritte setzen“, sagt Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes. Es gäbe viele Möglichkeiten, die Österreich sofort selbst ergreifen könne, um einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten.
Die erste Forderung des Umweltdachverbandes ist ein Verbot von Ölheizungen. In Österreich wird das Ersetzen alter Ölkessel seitens der Ölindustrie noch immer mit bis zu 3.000 Euro gefördert. „Das ist völlig verantwortungslos. Selbst wenn es für den Moment billig erscheint, auf lange Sicht rentiert sich Heizen mit Öl nicht“, betont Maier. Vorausschauende HäuslbauerInnen würden heute niemals auf die Idee kommen, eine Ölheizung einzubauen – nicht zuletzt, weil Heizen mit Öl für das Klima die denkbar schlechteste Lösung ist. Das hat Dänemark schon vor Jahren erkannt. Dort sind Ölheizungen nicht nur in Neubauten verboten, ab 2016 tritt auch das Verbot der Installation neuer Öl-Heizkessel in bestehenden Gebäuden, in denen Fernwärme oder Erdgas zur Verfügung stehen, in Kraft. Auch das Land Salzburg will im Zuge des neuen Masterplans Energie künftig Ölheizungen verbieten, Niederösterreich hat bereits ein klares Verbot des Neueinbaus von Ölheizungen gefordert. „Unser Appell an die Bundesregierung und die Landesregierungen lautet daher: Ölheizungen müssen im Sinne einer klimagerechten Zukunft österreichweit verboten werden – setzen wir jetzt auf umweltbewusste Wärmeerzeugung!“, so Maier abschließend.