Umweltdachverband fordert Umweltverträglichkeitsprüfung für FunderMax-Verbrennungsanlage in St. Veit an der Glan

Umweltrecht

Der Umweltdachverband (UWD) fordert die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung und die Nachrüstung des Faserplattenwerks der Firma FunderMax GmbH am Standort St. Veit an der Glan in Kärnten.

Dieses Faserplattenwerk erhielt 2002 eine behördliche Genehmigung zur Abfallverbrennung. Diese Bewilligung sei nach Angaben des Umweltdachverbandes vorrangig für die Verbrennung von Biomasse erteilt worden. 
Seit 2005 wurden die Abfalleinsatzmengen jedoch erheblich erweitert, kritisiert der UWD, ohne die Verbrennungsanlage auf den dafür erforderlichen Stand der Technik zu bringen. Aktuell seien sowohl eine Erhöhung der Menge als auch eine Änderung in der Zusammensetzung des Brennstoff-Mixes geplant.

Bei nicht gefährlichen Abfällen sei eine Erweiterung der genehmigten 136.136 Tonnen pro Jahr auf künftig 164.636 Tonnen pro Jahr geplant, bei gefährlichen Abfällen eine Erweiterung der genehmigten 13.955 Tonnen pro Jahr auf 17.920 Tonnen pro Jahr. Außerdem sollen laut Angaben des UWD künftig mehr als 98 % des eingesetzten Brennstoffes Abfälle sein, davon auch Siedlungsabfälle und Hausmüll.

Der Umweltdachverband kritisiert die am 30. Juli 2014 stattgefundene abfallwirtschaftsrechtliche Genehmigungsverhandlung und den Standpunkt der Behörde. Diese würde weiter auf den Standpunkt stehen, dass auf Grund des rechtskräftigen negativen Feststellungsbescheides keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich sei und die derzeitige Abgasreinigung dem Stand der Technik entsprechen würde.


„Aus Sicht des Umweltdachverbandes ist keine adäquate Abgasreinigung im Projekt vorgesehen und auch die Anlageneignung zur Verbrennung von Siedlungsabfällen nicht gegeben. Der gesetzlich geforderte Stand der Technik einer Betriebsanlage, die auch Müll verwertet, muss nachweislich erfüllt werden! Unzumutbare belästigende und gefährdende Auswirkungen auf die Umwelt sowie die Gesundheit der AnrainerInnen sind nach derzeitiger Lage nicht auszuschließen“, kritisiert Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes.

Umweltdachverband Pressemitteilung