Umweltdachverband fordert Windkraft-Moratorium in NÖ

Energie

Am 23. Mai 2103 wird im niederösterreichischen Landtag ein neues Raumordnungsgesetz beschlossen. Davon betroffen ist auch der weitere Windkraftausbau in Niederösterreich.

Landeshauptmann Pröll initiierte einen Widmungs-Stopp, falls dieser aufgeschoben wird, drohen „binnen weniger Wochen bis zu 150 Windkrafträder ohne überörtliches und bürgerfreundliches Raumordnungskonzept gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung“, fürchtet der Umweltdachverband.

Der Umweltdachverband hat gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen, zu denen die größten Naturschutzorganisationen und alle wesentlichen Ökoenergieverbände Österreichs zählen, ein Positionspapier erarbeitet, das die Kriterien für Tabu- und Eignungszonen sowie die Anforderungen für eine umweltverträgliche Nutzung der Windkraft bis 2020 aufzeigt.

Den Kern dieser Tabuzonen bilden die gesetzlichen Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Nationalparks, FFH- und Vogelschutzgebiete sollen ebenfalls tabu sein wie auch Wildnis- und Ruhegebiete sowie Kern- und Pflegezonen von Biosphärenparks. Umfassender Schutz sei für Feuchtgebiete und naturschutzfachlich wertvolle Wälder und Naturwaldreservate ebenso notwendig wie für die Kulturlandschaften der UNESCO-Welterberegionen und Naturdenkmäler, fordert der Umweltdachverband.

Umweltdachverband Pressemitteilung