Umweltdachverband: Naturschutz braucht verlässliche Finanzierung

Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ist ein zentrales Steuerungsinstrument für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und den Schutz von Kulturlandschaften. Mit Blick auf die GAP-Periode 2028–2034 fordert der Umweltdachverband, Biodiversität, klimaresiliente Landwirtschaft, Boden- und Gewässerschutz sowie den Erhalt artenreicher Wiesen, Weiden und Landschaftselemente deutlich stärker zu verankern.

Aus Sicht des Umweltdachverbandes müssen Naturschutzprojekte künftig wieder umfassend förderfähig sein – von Artenschutz und Landschaftspflege bis hin zu Bildungs- und Vernetzungsmaßnahmen. Gleichzeitig braucht es einfachere Förderkriterien, gesicherte Vorfinanzierung, höhere Overheadkosten sowie einkommenswirksame Anreize für ambitionierte „dunkelgrüne“ ÖPUL-Maßnahmen und Spezialmaßnahmen etwa für Feuchtgebiete, Streuobstwiesen, Trockenrasen oder gefährdete Arten.

Damit Natur- und Klimaschutz nicht zur freiwilligen Restgröße werden, braucht es verbindliche nationale Mindestbudgets für Umwelt-, Biodiversitäts- und Klimaziele sowie die Absicherung bestehender regionaler Strukturen wie Schutzgebietsmanagements, Naturparke, Nationalparke und Landschaftspflegevereine. Nur mit klaren Standards, verlässlicher Finanzierung und praxistauglichen Förderinstrumenten kann die neue GAP jene Betriebe, Regionen und Organisationen stärken, die Verantwortung für Biodiversität, Landschaft und natürliche Lebensgrundlagen übernehmen.

Umweltdachverband Presse, 13.05.2026