Umweltfreundliche IT-Produkte – derzeit noch ein Wunschtraum

Verkehr & Luft & Industrie

Ein umweltfreundliches Image wird den IT-Unternehmen immer wichtiger – noch steckt wenig dahinter.

„Green IT“ ist seit Jahren eines der beliebtesten Schlagwörter der IT-Branche. Ein umweltfreundliches Image verbessert für jede Firma die Reputation beim Kunden und ist damit bares Geld wert. Doch so umweltfreundlich, wie vielfach beschworen wird, ist IT-Technik längst noch nicht. Das zeigt das von der Umweltorganisation Greenpeace erstellte Cool IT leaderboard – ein Art Umwelt-Ranking der 14 weltweit größten IT-Unternehmen. Darin wird die Umweltfreundlichkeit der Produkte, die Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie das Engagement für Klimaschutz und Energieeffizienz in der Öffentlichkeit bewertet. Die Unternehmen sollen durch das Ranking zu einer umweltfreundlicheren Unternehmenspolitik angespornt werden. Das Ergebnis der letzten Cool IT-Bewertung von April 2010 stimmt jedoch nachdenklich: Nur zwei Unternehmen erreichten mehr als 50 Prozent der möglichen Punkte - acht der 14 bewerteten Unternehmen kam auf unter 30 Prozent. Unter den Kandidaten befinden sich alle bekannten Protagonisten der Computerwelt wie IBM, Dell, HP, Microsoft und Google, aber auch Nokia als Telekommunikations-Spezialist sowie Toshiba, Sharp oder Panasonic als Größen der Unterhaltungselektronik. Zumindest das Umweltbewusstsein in der IT-Branche dürfte langsam steigen. So ergab eine Studie der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, dass schon 40 Prozent der Technologie-Unternehmen auf „Green-IT“ setzen.

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Cool IT leaderboard