Umweltinstitut München: Radioaktivität in Düngemitteln und Geschirrspülmitteln

Chemie & Nanotechnologie, Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

Das Umweltinstitut München untersuchte im Frühjahr 2012 im Handel frei verfügbare, feste (granulierte) Düngemittel und Geschirrreiniger auf ihren Gehalt an Uran. Dabei wurde der vom Umweltbundesamt empfohlene Richtwert von 50 Milligramm Uran je Kilogramm Phosphat fast immer überschritten.
Insgesamt wurden sieben verschiedene Mineraldünger untersucht. Bei sechs Mineraldüngern lag der Urangehalt über dem empfohlenen Richtwert.

Bei sieben untersuchten Geschirrspülmitteln konnte in vier Fällen Uran, resultierend aus dem Phosphatgehalt, nachgewiesen werden.

Uran im Dünger oder in Wasch- und Spülmitteln hat keinen Nutzen, schreibt das Umweltinstitut München, und ist als bloße Verunreinigung zu sehen. Es gibt aber Verfahren zur Abtrennung des Urans aus dem Rohphosphat. Das Umweltinstitut München fordert deshalb, dass die Hersteller von Dünge-, Wasch- und Spülmitteln dazu verpflichtet werden.

Die genauen Untersuchungsergebnisse finden Sie auf der Webseite des Umweltinstituts München. In Österreich bietet das Umweltbundesamt die Prüfung von Wasser, Erde, Düngemitteln und Kompost auf ihren Urangehalt an.

Umweltinstitut München: Radioaktivität in Düngemitteln und Geschirrspülmitteln
Umweltbundesamt: Uran in der Umwelt