Umweltministerrat Oktober 2005: Klima-Schlussfolgerungen ohne konkrete Ziele
Klima & Energie
Der EU-Gipfel im März 2005 legte als Klimaziel noch -30 % Emissionen bis 2020 für industrialisierte Staaten fest. Davon ist in den Schlussfolgerungen des Umweltministerrates vom 17.10.2005 zur Verhandlungsposition der EU für die erste Kyoto-Vertragsstaatenkonferenz im Dezember 2005 (Montreal) nicht mehr die Rede.Grund dafür sind taktische Überlegungen im Vorfeld der Montreal-Verhandlungen, um kritische Staaten nicht abzuschrecken.
In den Schlussfolgerungen wird nun ein Prozess gefordert, in dessen Rahmen diskutiert werden soll, wie Post-Kyoto-Vereinbarungen entwickelt werden können.
Greenpeace kritisierte die Schlussfolgerungen als "vage". Sie ignorierten die dringende Notwendigkeit, die Verhandlungen mit einem klaren Ziel zu beginnen.
Presseprotokoll Umweltministerrat (pdf 236kb)
Pressemeldung Greenpeace (engl. pdf 92kb)