Umweltorganisationen fordern ein verbessertes Vorverfahren bei der Umweltverträglichkeitsprüfung
Vier europäische Umweltorganisationen setzen sich in einem gemeinsamen Positionspapier für eine grundlegende Überarbeitung des Vorverfahrens der Umweltverträglichkeitsprüfung ein.Die europäischen Umweltorganisationen Friends of the Earth Europe, Greenpeace (EU Unit), Justice and Environment und das Europäische Umweltbüro haben im Rahmen des Konsultationsverfahrens in Hinblick auf die Überarbeitung der EU-Richtlinie über die Umweltverträglichkeitsprüfung ein gemeinsames Positionspapier an die Kommission übermittelt. Darin fordern die Umweltorganisationen beim Vorverfahren – in Österreich auch bekannt als "Einzelfallprüfung" bzw. "Feststellungsverfahren" – eine stärkere Einbeziehung der Öffentlichkeit, umfassendere Projekt-Alternativenprüfungen, Verbesserungen beim Rechtsschutz, ein Verbot von Projekt-Stückelungen sowie Änderungen bei grenzüberschreitenden Projekten. Der Zusammenlegung der Umweltverträglichkeitsprüfung mit anderen Umweltprüfungen, wie etwa der Strategischen Umweltprüfung oder der Naturverträglichkeitsprüfung, stehen die NGOs kritisch gegenüber. Privatpersonen, Unternehmen und InteressenvertreterInnen konnten im Rahmen eines Konsultationsverfahrens in Hinblick auf die erwogene Revision der UVP-Richtlinie der EU zwischen Ende Juni und Ende September 2010 eine Stellungnahme an die Europäische Kommission übermitteln.