Umweltorganisationen fordern nachhaltige Agrarpolitik

Im November dieses Jahres soll EU-Agrarkommissar Phil Hogan Pläne für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) präsentieren. Am Montag forderten mehrere Umweltorganisationen, die Agrarpolitik nach 2020 fairer und nachhaltiger zu gestalten.

In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die Unterzeichner, darunter BirdLife, der Deutsche Naturschutzring (DNR), das Europäische Umweltbüro (EEB) und Friends of the Earth Europe (FoEE) einen tiefgreifenden Wandel des EU-weiten Nahrungsmittel- und Landwirtschaftssektors. Kernanliegen der Organisationen sind dabei eine gerechte und vielfältige Nahrungsmittelwirtschaft, eine gesunde Umwelt, die Berücksichtigung des Tierwohls, die Förderung von Gesundheit und Wohlergehen der Bevölkerung und schließlich ein verantwortungsvolles, demokratisches Nahrungsmittelsystem, bei dem die Bürgerinnen und Bürger mitbestimmen können.

Auch der Umweltdachverband setzt sich für ein Umdenken in der EU-Agrarpolitik ein: Mit öffentlichen Fördergeldern müssen die gesellschaftlichen Interessen einer umweltgerechten und nachhaltigen Landwirtschaft erfüllt und damit die Bereitstellung hochwertiger Lebensmittel gewährleistet werden. Vor allem die 2. Säule der GAP spielt dafür eine entscheidende Rolle.

Greenpeace hat gemeinsam mit mehr als 130 europäischen Organisationen eine Stellungnahme zur Reform GAP an die Ministerinnen und Minister für Landwirtschaft der 28 EU-Staaten übergeben. Bis Anfang Mai haben weitere Organisationen noch die Möglichkeit, sich der Stellungnahme anzuschließen.


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