Umweltorganisationen fordern naturverträgliche Energiewende
28. März 19
Im Jänner 2020 soll das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) der Bundesregierung in Kraft treten. Es ist Teil des nationalen Klima- und Energieplans Österreichs, der im Rahmen der EU-Klimapolitik erstellt werden muss. Im Vorfeld warnen Umweltschutzorganisationen vor einem Vorgehen ohne genügend Rücksicht auf Naturverträglichkeit.
Als Ziel hat sich die Bundesregierung gesetzt, dass bis 2030 gesamte Stromversorgung Österreichs auf 100 Prozent Erneuerbare umgestellt werden soll. Österreich brauche, so der entsprechende Ministerratsvortrag, „ein Energiesystem, das nachhaltig und zugleich sicher, innovativ, wettbewerbsfähig und leistbar ist. Es gilt Treibhausgasemissionen zu senken, erneuerbare Energie verstärkt auszubauen, Energie- und Ressourceneffizienz zu erhöhen, saubere Technologien zu forcieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich zu steigern.“
Für Umweltorganisationen greifen diese Ziele jedoch zu kurz, so sind etwa Verbrauchssenkungen und Suffizienz oder Naturverträglichkeit keine wichtigen Themen in den Regierungsplänen. „Derzeit wird der Zuwachs an Erneuerbaren durch die Verbrauchssteigerung weggefressen“, wird Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes (UWD) in einem Artikel von orf.at zitiert.
In einem gemeinsamen Forderungskatalog mit Fokus auf Wasserkraft legen Umweltdachverband und WWF Österreich die Leitlinien für ein naturverträgliches und klimawirksames Erneuerbarenausbaugesetz vor. Die Kernforderungen sind Bedarfsorientierte Förderung der erneuerbaren Stromerzeugung, Effizienz statt Neubau, keine Förderung von Kraftwerken in den letzten naturbelassenen Gewässern, sowie von von Neubauten in Schutzgebieten und eine Erhöhung der Effizienz der Förderungen.
orf.at: Die Hürden bei der Energiewende
Umweltdachverband und WWF Österreich fordern Naturschutz-Check für Wasserkraft-Förderungen