Umweltorganisationen fordern verbindliche Ziele für Treibhausgasreduktion, Erneuerbare Energie und Energieeffizienz
Energie
„Nach dem Skandal um die Milliardensubventionen für das britische AKW Hinkley Point C torpediert die Fossil- und Atomlobby erneut die Energiewende“, kritisiert der Umweltdachverband in einer Pressemitteilung. Bei dem gestern, Dienstag, anberaumten ECOFIN-Rat in Luxemburg wurde auch die Klima- und Energiepolitik der EU für 2030 besprochen.„Die Länder, die Atomkraft (UK, Ungarn, u. a.) und Kohle (Polen) forcieren, lehnen verbindliche Ziele für Erneuerbare ab, um Atomenergie und Kohle noch auf Jahrzehnte fördern zu können. Solange Österreich nicht mit starker Stimme und Position für die Energiewende auftritt und gemeinsam mit Deutschland, Dänemark, Portugal, Griechenland und Luxemburg die Anti-Atomallianz verstärkt, wird sich die Atomlobby weiterhin – auf dem Rücken des Weltklimas – durchsetzen“, kritisieren die Umweltschutzorganisationen.
Der Umweltdachverband, Umwelt Management Austria und die IG Windkraft fordern daher die Bundesregierung „zu einem klaren NEIN zur Atomkraft und einem deutlichen JA zu Klimaschutz und verbindlichen Zielen für Erneuerbare und Energieeffizienz auf“. „Nur so können wir wirksam das Klima schützen, regionale Arbeitsplätze schaffen und kommende Generationen vor Milliardenrisiken und der nuklearen Gefahr bewahren“, sagen UWD-Präsident Gerhard Heilingbrunner, IG Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl und UMA-Geschäftsführer Reinhold Christian.
„Die von der Kommission vorgeschlagenen Ziele werden uns nicht aus der aktuellen fossilen Sackgasse herausbringen. Die EU braucht drei verbindliche Ziele: 55% Treibhausgasreduktionen, mindestens 45% Erneuerbare und eine Energieeffizienzsteigerung auf 50%. Nur so ist die EU auf dem richtigen Klimaschutzpfad bis 2050 und auf Kurs zum 2-Grad-Ziel“, sagt Heilingbrunner.