Umweltschützer fordern Stopp des ÖMV-Schiefergasprojektes in Niederösterreich
Klima & Energie
Global 2000: „ÖMV verteilt „Beruhigungspillen“ an die Bevölkerung von Poysdorf.Ein geplantes Schiefergasprojekt der ÖMV in der Gegend von Poysdorf in Niederösterreich dürfte von der Bevölkerung mehrheitlich negativ beurteilt werden. Eine erste Informationsveranstaltung der ÖMV zu diesem Projekt konnte die Zweifel der Bevölkerung an dem Sinn und Zweck dieser Art von Energiegewinnung nicht zerstreuen. Das Fracking-Verfahren sei „sicher“, so die ÖMV, aber selbst der vom Konzern eingeladene Risikoforscher musste laut Global 2000 zugeben, dass man „Risiken nicht ganz ausschließen“ könne.
In Großbritannien hat ein ähnliches Fracking-Projekt zu einem Förderstopp und großen Protesten der Bevölkerung geführt, nachdem Seismologen feststellten, dass die Fracking-Arbeiten des Konzerns Cuadrilla in der Gegend von Blackpool „höchstwahrscheinlich“ für zwei Erdbeben und mehrere Nachbeben im April und Mai des letzten Jahres verantwortlich waren. Der Konzern hat die Fracking-Förderung an diesem Projekt nach den Erdbeben nicht wieder aufgenommen, berichtet die britische Tageszeitung“ Guardian“.
Global 2000 kritisiert, dass die ÖMV sich „weiterhin weigert“ eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen und laut Greenpeace kritisierten die BürgerInnen von Poysdorf die geplanten Investitionen in fossile statt in erneuerbare Energien: „Wenn man sich mit dem Kyoto-Protokoll dem Klimaschutz verpflichtet hat und seinen CO2-Ausstoß reduzieren sollte, warum würde man dann noch immer auf das falsche Pferd setzen?“
Guardian: Fracking „probable“ cause of Lancashire quakes
Global 2000-Pressemitteilung
Greenpeace-Blog