Umweltsteuern: Einbruch im Krisenjahr 2008

Geringerer Energieverbrauch und die Lockerung der Treibstoffbesteuerung führen zu einem Rückgang der Umweltsteuereinnahmen in der EU.

Ein Ende Juni 2010 erschienener Bericht des statistischen Amts der Europäischen Union (EUROSTAT) zeigt einen Einbruch bei Einnahmen aus Umweltsteuern an. Laut Bericht machten die Umweltsteuern 2008 nur noch 2,4 Prozent des europäischen Bruttoinlandsproduktes aus und liegen damit auf dem niedrigsten Niveau seit 1999.

Verantwortlich für den Rückgang dürften der gesunkene Energieverbrauch und Änderungen in der Energiebesteuerung sein, so Marco Fantini von der Generaldirektion Steuern und Zollunion. Die Energiebesteuerung, zu der auch die Treibstoffbesteuerung gehört, macht zwei Drittel der Umweltsteuern aus – und gerade die Treibstoffbesteuerung wurde von den Mitgliedstaaten gesenkt, um die höheren Ölpreise auszugleichen.

Die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten bleiben weiterhin erheblich. Dänemark führt die Energiesteuersätze mit 286 Euro pro Tonne Öläquivalent an, Rumänien ist mit 26 Euro pro Tonne das Schlusslicht.

Eurostat Presseaussendung
EUROSTAT Bericht
EU-Richtlinie zur Energiebesteuerung