UN-Klimakonferenz in Cancún: Entwicklungsländer gegen Kontrolle des Klima-Finanzfonds durch Weltbank

Klima & Energie

Vom 29. November bis 10. Dezember findet in Cancún, Mexiko, die jährliche UN-Klimakonferenz statt.

Zur Zeit findet in Cancún die UN-Klimakonferenz statt, an der die teilnehmenden Staaten sich erneut um die Schaffung eines einheitlichen, rechtsverbindlichen globalen Klimaschutzpaketes bemühen werden. Der letzte Gipfel in Kopenhagen im Jahr 2009 scheiterte spektakulär und endete ohne konkrete Maßnahmen.

Einer der diesjährigen Verhandlungspunkte ist die Schaffung eines Finanzfonds für Klimaschutzmaßnahmen, der auch die Aktivitäten der Entwicklungsländer finanziell unterstützen soll. Die Frage, wer die Gelder des Fonds kontrollieren soll, ist jedoch ein Streitpunkt unter den Staaten.

Westliche Staaten propagieren eine Kontrolle des Fonds durch die Weltbank oder den International Monetary Fund (IMF), da diese in der Lage seien, die Gelder ordentlich zu verwalten. Korruption sei in vielen Ländern ein großes Problem, so Remy Paris, Leiter der Abteilung für Umwelt und Nachhaltige Entwicklung der OECD, in einem Interview mit der Deutschen Welle.
Einige Entwicklungsländer wehren sich allerdings gegen die Kontrolle des Finanzfonds durch die Weltbank oder den IMF, da bereits jetzt große Summen ihrer nationalen Budgets zur Rückzahlung von internationalen Krediten verwendet werden müssen und sie diesen Anteil nicht weiter erhöht sehen wollen.

Deutsche Welle Artikel (en)