UN-Klimaverhandlungen: Einigung auf Fahrplan 2008
Klima & Energie
Am 4.4.2008 endete in Bangkog, Thailand, das erste UN-Klimatreffen seit der Konferenz in Bali im Dezember 2008; teilgenommen haben rund 1.000 Delegierte aus 162 Staaten.Die Vertragsstaaten der UNFCCC einigten sich dabei auf einen Arbeitsplan für 2008. Bei den Treffen in Bonn (Juni), Ghana (August) und Pozna (Dezember) sollen folgende Fragen diskutiert werden: eine gemeinsame langfristige Vision, mehr Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels, Anpassung, Technologie und Finanzierung.
Weiters wird es acht Workshops zu kontroversiellen Themen geben, ua auch zu möglichen grenzüberschreitenden sektoralen Reduktionszielen, die diesmal von Japan ins Spiel gebracht wurden. Arme Länder lehnen diese Idee ab - sie könnte verpflichtende Reduktionsziele für reiche Länder unterminieren und zB China zu drastischen Verbesserungen der Energieeffizienz zwingen.
Die Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls einigten sich darauf, die flexiblen Mechanismen JI und CDM auch nach 2012 weiterlaufen zu lassen. Damit ist die lang geforderte Sicherheit für die internationalen CO2-Märkte gegeben.
Der WWF kritisiert in seiner Pressemeldung insbesondere Japan: indem es von armen Ländern Emissionskürzungen forderte, verspielte es Glaubwürdigkeit der industrialisierten Staaten. Positiv sei, dass nun viele Länder aktiv an den Verhandlungen teilnehmen und Vorschläge einbringen - wenn auch viele noch nicht ausreichend vorbereitet sind.
Pressemeldung UNFCCC (en pdf 132kb)
Pressemeldung WWF (en doc 53kb)