UN-Klimaverhandlungen in Accra ein Erfolg?
Klima & Energie
Am 27.8.2008 endete in Accra/Ghana das letzte Vorbereitungstreffen vor der hochrangigen UN-Klimakonferenz in Posen/Polen im Dezember 2008. Diesmal zeigte UN-Klimachef Yvo de Boer sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen, das Treffen sei wichtig und ermutigend gewesen.Geklärt werden konnte insbesondere der Zugang zu den viel diskutierten sektoralen Initiativen zur Emissionskürzung: diese sind demnach für Regierungen freiwillig, es geht keinesfalls um die Einführung bindender Reduktionsziele. Einigung gab es auch darüber, dass die Entwaldung in Entwicklungsländern Thema der Kopenhagen-Vereinbarung (Dezember 2009) sein soll. Diskutiert werden hier insbesondere Fonds und die Einführung von CO2-Zertifikaten für vermiedene Entwaldung.
Weitere Themen waren Finanzierungshilfen für die Anpassung an den Klimawandel und die Verbesserung des CDM-Mechanismus zum Handel mit Treibhausgasemissionen.
Der WWF kritisierte in seiner Pressemeldung die EU dafür, mit „leeren Händen“ zu den Verhandlungen gekommen zu sein. Die EU verliere langsam ihre Rolle als Klima-Vorreiterin und werde von einer ganzen Reihe von Entwicklungsländern sowie kreativen Ländern wie Norwegen und der Schweiz überholt.
Während des Treffens in Accra veröffentlichte das UN-Umweltprogramm UNEP eine Studie, nach der eine Streichung der Subventionen für fossile Kraftstoffe die Treibhausgasemissionen um jährlich 6 % senken könnte – und gleichzeitig das globale BIP leicht anheben.
Pressemeldung UNFCCC (en pdf 128kb)
Website zur Klimakonferenz in Accra (en)
Zusammenfassung der Debatten um sektorale Initiativen (en pdf 81kb)
Earth Negotiations Bulletin (en)
Pressmeldung WWF (en)
Pressemeldung UNEP (en)
UNEP-Studie “Reforming Energy Subsidies” (en pdf 280kb)