UN-Studie: Weniger Fleisch essen und den Verbrauch fossiler Brennstoffe beschränken!
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Für eine nachhaltige Welt müssen die Energie- und Agrarsektoren drastisch reformiert werden - so lautet die Warnung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in einem neuen Bericht.Der Bericht „Assessing the Environmental Impacts of Consumption and Production“ wurde vom Internationalen Ausschuss für nachhaltiges Ressourcenmanagement erarbeitet und bewertet unterschiedliche ökonomische Aktivitäten bezüglich ihres Ressourcenverbrauches und ihren Umweltauswirkungen. Demnach tragen die Lebensmittelproduktion und die Verwendung fossiler Brennstoffe überproportional zu Umweltproblemen bei – wobei der große Einfluss der Landwirtschaft für die ExpertInnen doch überraschend kommt.
Die Zahlen sprechen jedoch für sich: Die Lebensmittelproduktion ist für 70% des weltweiten Süßwasserverbrauchs, 38% der gesamten Landnutzung und 14 % des weltweiten Treibhausgasausstoßes verantwortlich, so Achim Steiner, Chef des UNEP.
Die KonsumentInnen könnten das Problem entschärfen, indem sie ihren Fleischkonsum und die Verwendung fossiler Treibstoffe zum Heizen oder Fahren reduzieren. Vor allem durch eine weltweite Ernährungsumstellung, weg von Tierprodukten, könnte „relativ einfach“ ein positiver Effekt für die Umwelt erzielt werden. Es ist jedoch eher damit zu rechnen dass steigender Wohlstand in den Entwicklungsländern das Problem noch verschärfen wird.
Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass eine Verdoppelung des globalen Wohlstands zu einem Anstieg der Umweltbelastung um 60 bis 80 Prozent führen würde. Er mahnt auch einen sorgsameren Umgang mit Materialien wie Plastik, Eisen, Stahl und Aluminium ein.
Weitere Informationen
Zusammenfassung des Berichts (en)
Internationaler Ausschuss für nachhaltiges Ressourcenmanagement
Bericht (en)
Artikel auf EurActiv.com (en)