Und plötzlich sind sie nicht mehr da: Kippschalter-Effekt beim Aussterben des Eisbären
Natur & Biodiversität
Eine aktuelle Studie, veröffentlicht im Wissenschaftsjournal „Biological Conservation“, sagt einen schnellen und plötzlichen Rückgang des Eisbärenbestands durch den Klimawandel voraus.Die ExpertInnen wollten wissen, wie sich Physiologie, Verhalten und Ökologie von Eisbären verändern, wenn die Temperaturen steigen. Dafür entwickelten sie zu zwei Fragen Modelle:
- Wie viele weibliche Eisbären können in der Paarungszeit einen Partner finden und werden dann auch trächtig?
- Wie schnell braucht ein Eisbär seine Fett- und Proteinreserven auf, wie lange kann er also Hungerperioden in der eisfreien Zeit überstehen?
Das Ergebnis der Berechnungen: Sobald eine gewisse Temperaturschwelle überschritten wird, wird es zu plötzlichen Veränderungen im Paarungsverhalten und dem Bestand der Eisbären kommen. Die Trächtigkeitsrate wird ab diesem Punkt drastisch abfallen und immer weniger Eisbären werden die eisfreien Zeiten überleben.
Diese neue Forschungsarbeit ermöglicht es erstmals, die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Eisbären in modellierter Form zu berechnen. Vorteile dieser Form der Berechnung sind vor allem Zeit- und Kostenersparnisse.
Weitere Informationen (en)
Artikel „Predicting survival, reproduction and abundance of polar bears under climate change“ (en)