Uneinigkeit in der EU-Debatte über Erneuerbare Energien
Energie
Wenn die EU-Mitgliedstaaten im September über die Zukunft der Erneuerbaren Energien diskutieren, werden sich das Vereinigte Königreich und Deutschland heftige Debatten liefern, schreibt die britische Nachrichtenagentur Reuters. Die beiden Länder seien sich völlig uneinig darüber, wie die bereits vereinbarten Ziele für Erneuerbare Energien zu erreichen sind.Im Herbst 2014 haben sich die EU-Mitgliedstaaten darauf geeinigt, bis zum Jahr 2030 die Treibhausgase um 40 Prozent - gemessen am Stand des Jahres 1990 - zu senken. Der Anteil der Erneuerbaren Energien soll im Jahr 2020 insgesamt 20 Prozent ausmachen, und im Jahr 2030 dann bereits 27 Prozent. Wie dieses Ziel zu erreichen ist, darüber sind sich die Staaten aber uneins, schreibt Reuters.
Deutschland, das sich von der Atomenergie abwendet, will verpflichtende Gesetze, um diese Ziele zu erreichen. Das Vereinigte Königreich zählt allerdings Nuklearenergie zu den Erneuerbaren Energien und investiert in neue Atomkraftwerke. Auch wehrt sich das Land gegen Gesetze, die es zum Erreichen der vereinbarten Ziele zwingen würden.
Mitte September 2015 beginnen die Verhandlungen der EU-Mitgliedstaaten, die hinter verschlossenen Türen stattfinden werden, schreibt Reuters.
Reuters: EU debate on green energy targets pitches UL against Germany