UNEP-Jahrbuch 2012: Böden und Atomkraftwerke als Sorgenkinder

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Die UNEP, das United Nations Environment Programme, hat ihr Jahrbuch für 2012 veröffentlicht. Zwei dominante Themen des heurigen Jahres sind dabei die Bodenqualität und die Stilllegung geschlossener Atomkraftwerke.

Die Qualität der Böden verschlechtert sich immer mehr und große Flächen gehen unwiderruflich verloren. Böden sind einer der größten Co2-Speicher und gesunde Böden sind im Kampf gegen den Klimawandel sehr wichtig. Auch für die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und Wasser sind gesunde Böden unverzichtbar.

Seit dem 19. Jahrhundert sind bereits geschätzte 60 Prozent des in den Böden gespeicherten Kohlenstoffes verloren gegangen. Aber immer noch wird der Gesundheit der Böden von WissenschafterInnen, PolitikerInnen und den Medien relativ wenig Aufmerksamkeit gewidmet.

Ein zweites großes Thema des UNEP-Jahrbuches sind Atomkraftwerke. Die AutorInnen machen darauf aufmerksam, dass zu Beginn des Jahres zwar insgesamt 138 Atomkraftwerke in 19 Ländern geschlossen, aber erst 17 davon stillgelegt waren. Die Kosten für die Stilllegung eines Atomkraftwerkes sind enorm. In den USA werden sie auf rund 10-15 Prozent der Baukosten eines Kraftwerks geschätzt, die Stilllegungskosten für den französischen Reaktor Brennilis werden auf rund 60 Prozent der Erbauungskosten des Reaktors geschätzt. Die UNEP fordert, dass die Stilllegungskosten für Atomkraftwerke in Zukunft von Beginn an berücksichtigt werden sollen.

Das Jahrbuch steht auf der Webseite der UNEP gratis als Download zur Verfügung.

UNEP Pressemitteilung (en)
UNEP-Jahrbuch 2012 (en)