Universität Innsbruck: Dem Winzigkleinen auf der Spur
Chemie & Nanotechnologie
Sie sind fast überall enthalten: In Kosmetik, Kleidung und Verpackungen stecken Nanopartikel, die letztlich in unseren Gewässern, auch in den Badeseen, landen. Ein internationales Team unter Beteiligung der Universität Innsbruck untersucht jetzt die Auswirkungen von Nanomaterialien auf das Ökosystem See. Das Projekt soll den Verbleib und die Auswirkungen von Nanopartikeln auf die aquatische Nahrungskette aufklären, um die Risiken der Nutzung von Nanoteilchen für Mensch und Umwelt abschätzen zu können.Die Nanopartikel gelangen über die Körperpflege oder die Wäsche in Kläranlagen und von dort in die Gewässer. Was aber ist auf dem Weg dorthin mit den Nanopartikeln passiert? Wie haben sich die Kleinstteilchen verändert und was bedeutet das für unsere Umwelt und unsere Gesundheit? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die ForscherInnen des Forschungsinstituts für Limnologie der Universität Innsbruck am Mondsee und internationale Partner im Rahmen des Projekts „FENOMENO“. Der Mondsee ist auch jenes Gewässer, an dem die Forscherinnen und Forscher die Auswirkungen von Nanopartikeln direkt untersuchen.
FENOMENO ist ein europäisches Projekt im Rahmen des SIINN ERA-NET Programms, das unter Leitung der Universität Siegen (Deutschland) mit dem Forschungsinstitut für Limnologie der Universität Innsbruck am Mondsee (Österreich), dem Fraunhofer-Institut IME (Deutschland), sowie der Universität Aveiro (Portugal) durchgeführt wird.