UNO Bericht - Dramatische Verluste der biologischen Vielfalt können nicht gestoppt werden

Natur & Biodiversität

Der dritte „Global Biodiversity Outlook“ der UNO prophezeit düstere Aussichten für die globale biologische Vielfalt.

Die Weltgemeinschaft hat es in den letzten acht Jahren nicht geschafft, den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen oder zu reduzieren. Im Gegenteil, weitere massive Biodiversitätsverluste werden immer wahrscheinlicher, so der am 10. Mai veröffentlichte dritte „Global Biodiversity Outlook“ der Vereinten Nationen. Damit nimmt die Zahl der Tier- und Pflanzenarten weiter ab und ein Teil der biologischen Vielfalt geht für immer verloren. Am rasantesten verschlechtert sich dem Bericht zufolge der Zustand der Korallenriffe, denen unter anderem höhere Wassertemperaturen und die Versauerung der Meere zu schaffen machen. Auch das Amazonasgebiet und die Binnenwasserökosysteme sind laut Bericht akut bedroht. Die ExpertInnen nennen fünf Hauptgründe für den Verlust der biologischen Vielfalt: Klimawandel, Ausbeutung durch den Menschen, Umweltverschmutzung, Ausbreitung invasiver Arten und die Veränderung von Lebensräumen. Der Bericht legt auch eine Strategie zur Reduzierung der Biodiversitätsverluste vor. Er betont die Notwendigkeit der Reduktion indirekter Faktoren, die den Verlust der biologischen Vielfalt vorantreiben, und den Stopp umweltschädlicher, öffentliche Subventionen.

Im Oktober findet in der japanischen Stadt Nagoya ein globales Gipfeltreffen zur biologischen Vielfalt statt. Ziel des Gipfels ist es, eine neue weltweite Biodiversitätsstrategie festzulegen.

Der dritte „Global Biodiversity Outlook“ als PDF
Weitere Informationen (en)
Website des „Global Biodiversity Outlook“ (en)