UNO: Zahl der Hungernden steigt durch Klimakrise
13. Sept 18
Ein erklärtes Ziel der UNO ist es, den weltweiten Hunger bis 2030 zu besiegen. Ein am Dienstag in Rom vorgestellter Bericht zeigt nun aber, dass dies allein durch die Klimakrise immer schwerer wird. Die Zahl der weltweit hungernden Menschen ist zuletzt wieder angestiegen.
Laut dem UNO-Bericht hatten im Vorjahr 821 Millionen Menschen und damit rund ein Neuntel der Erdbevölkerung zu wenig zu essen. Im Jahr 2016 waren es 804 Millionen Menschen gewesen. Weiters geht aus dem Bericht hervor, dass 2017 zudem 151 Millionen und damit rund 22 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren ernährungsbedingte Wachstumsverzögerungen haben. Die Wurzeln dieser Entwicklung liegen laut Uno neben Konflikten und Wirtschaftskrisen vor allem in der Klimakrise. Der Anteil hungernder Menschen ist vor allem in jenen Ländern höher, die Folgen des Klimawandels wie mehr Dürreperioden oder unregelmäßige Regenzeiten erleben.
Dies ist das dritte Jahr nacheinander, in dem die Zahl der Hungernden ansteigt. Davor ging sie jahrelang zurück. Besonders verschlechtert hat sich die Lage in Südamerika – vor allem in Venezuela – und in den meisten Regionen Afrikas.
orf.at: Mit Klimakrise steigt Zahl der Hungernden