USA, AUS und asiatische Länder: Pakt zu Klima und Energietechnologien

Klima & Energie

Eine Gruppe aus 6 Ländern - USA, Australien, China, Indien, Südkorea und Japan - hat am 28. Juli 2005 überraschend einen Asien-Pazifik-Pakt im Bereich Energie und Klima unter dem Titel "Clean Development" verkündet, der vor allem auf Technologietransfer abzielt. "Saubere" Energietechnologien wie Erdgas, Methan, "saubere" Kohle, Atomenergie, Wasser-, Windkraft und Solarenergie sollen gefördert werden.
Im Gegensatz zum Kyoto-Protokoll - das die USA und Australien nicht ratifiziert haben und für China, Indien und Südkorea als "Entwicklungsländer" noch keine bindenden Ziele enthält - sieht der Pakt keine verpflichtenden Reduktionsziele vor.
Von den USA wird der Pakt als Ergänzung zum Kyoto-Protokoll dargestellt. Dennoch sind die Reaktionen darauf überwiegend skeptisch und so betont etwa auch die Europäische Kommission die zentrale Rolle des Kyoto-Protokolls bei der Bekämpfung des Klimawandels. Umweltorganisationen wie Greenpeace oder WWF sehen im Pakt nicht mehr als ein Handelsübereinkommen für Energietechnologien und ein Ablenken der USA und Australiens von deren nach wie vor steigenden Emissionen.

Statement US-Regierung und Fact sheet (engl.)
Pressemeldung Zoellick (engl.)
Statement Australische Regierung und Fact sheet (engl.)
Reaktionen: Deutsches Umweltministerium
UNEP (engl.)
Greenpeace (engl.)
WWF (engl.)
Royal Society (engl.)