USA: Eisbären bekommen Schutzgebiet in Alaska
Klima & Energie, Natur & Biodiversität, Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Klimaveränderung bleibt weiterhin größte Bedrohung für den Fortbestand der Eisbären.Die USA haben in Alaska ein Gebiet von rund 484.000 Quadratkilometern als Schutzgebiet für Eisbären erklärt. Bei dem Gebiet handelt es sich hauptsächlich um eine große Eisfläche vor der Küste Alaskas.
Umweltschutzorganisationen begrüßten die Etablierung des Schutzgebietes als ersten, wichtigen Schritt. Die gloable Erwärmung und das Schmelzen der Eisflächen bleibt jedoch nach wie vor die größte Gefahr für den weiteren Fortbestand dieser Tiere.
Der letzte Präsident der USA, George W. Bush, erklärte Eisbären in den USA nur als bedrohte, nicht aber als gefährdete Art. Dieser geringere Schutzstatus trägt mit dazu bei, dass auch in dem neuen Schutzgebiet weiterhin Öl- und Gasbohrungen erlaubt sein werden. Der britische Konzern Shell besitzt bereits eine Drillerlaubnis, wegen der Ölkatastrophe im Golf, ausgelöst durch die Explosion auf der Deepwater Horizon Plattform, wurden die Bohrungen in Alaska aber vorerst aufgeschoben.
Amerikanische Umweltschutzorganisationen haben eine Klage gegen das US-Innenministerium eingebracht, das Ministerium muss sich bis spätestens 23. Dezember vor Gericht jetzt dafür rechtfertigen, warum den Eisbären nur der Status einer bedrohten statt der einer gefährdeten Art gewährt wurde.