USA lassen erstmals genmanipulierte Äpfel zu
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Das US-Landwirtschaftsministerium hat die weltweit erste Anbauzulassung für gentechnisch manipulierte Äpfel erteilt, berichtet der Informationsdienst „Genfood? Nein danke!“.„Entwickelt hat die beiden Apfelsorten Arctic Granny und Arctic Golden die kanadischen Firma Okanagan Specialty Fruits (OSF). Sie hat in Äpfeln der Sorten Granny Smith und Golden Delicious das Gen für ein Enzym inaktiviert, das für die natürliche Oxidation verantwortlich ist. Dadurch wird das Fleisch der Äpfel nach dem Aufschneiden nicht mehr braun. OSF will auch anderen Früchten das Braunwerden gentechnisch austreiben. Besonders interessiert an solchen Produkten sind die Anbieter von aufgeschnittenen Früchten, die immer stärker nachgefragt werden“, schreibt „Genfood? Nein danke!“.
Die US-Verbraucherorganisation Center for Food Safety (CFS) wies auf die Risiken hin, die mit der angewandten Art der Genmanipulation verbunden sein können. Unter anderem sei für die Verbraucher „nicht mehr sichtbar, ob vorab aufgeschnittenes Obst noch frisch oder schon verdorben sei. Im schlimmsten Fall könnten sie sich eine Lebensmittelvergiftung holen.“
Noch gibt es die Arctic-Äpfel nicht zu kaufen, berichtet „Genfood? Nein danke!“. Erst müssen die Bäume gepflanzt werden und heranwachsen. Die wichtigsten Verbände der Apfel-Anbauer in den USA und Kanada hätten sich aber bereits gegen Arctic Äpfel ausgesprochen.