USA: Treasure Island durch Radioaktivität verseucht

Klima & Energie

Treasure Island ist eine künstliche Insel in der Bucht von San Francisco, die viele Jahre von der U.S. Navy als Marinestützpunkt genützt wurde. Auf der Insel leben heute rund 2.800 Menschen und in den kommenden Jahren sollen Wohnsiedlungen für rund 20.000 Menschen gebaut werden, berichtet die britische Zeitung „Guardian“.

Diese Pläne könnten jetzt zum Stoppen kommen. „Bay Citizen“, eine nonprofit Mediaorganisation, hat E-Mails und interne Dokumente der Navy und der Stadtverwaltung veröffentlicht, die zeigen, dass die Radioaktivität am Boden von Treasure Island bis zu 400 Mal so hoch ist wie von der Environmental Protection Agency erlaubt wird.

Auf Treasure Island wurden während der 1940er und 1950er Jahre Schiffe repariert, die während des Kalten Krieges zu Übungszwecken atomaren Explosionen ausgesetzt wurden. Auch atomare Trainingsaktivitäten fanden auf der Insel statt.

Die Navy hätte eigentlich die Insel von jeglichem radioaktivem Material säubern sollen, bevor sie an die Stadt San Francisco zurückgegeben wurde, schreibt der „Guardian“. Diese Dekontaminierungsaktivitäten wurden aber anscheinend nicht gründlich durchgeführt.

Guardian: Treasure Island radiation discovery casts shadow over expansion plans (en)