VCÖ: Die GrazerInnen entdecken das Fahrrad

Verkehr & Luft & Industrie

Immer mehr GrazerInnen treten in die Pedale. Von den vier automatischen Radverkehrszählstellen in Graz wurden im Jahr 2014 laut Angaben des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) bis zu 50 Prozent mehr RadfahrerInnen gezählt. Bei der am stärksten befahrenen Zählstelle Keplerbrücke waren um ein Drittel mehr Radfahrende unterwegs gewesen. Der VCÖ fordert einen stärkeren Ausbau der Radfahrinfrastruktur im Raum Graz. Damit könnten Staus reduziert und die Luftqualität weiter verbessert werden, so der VCÖ.

„Der VCÖ weist darauf hin, dass bei der am stärksten befahrenen Zählstelle in Graz – Keplerbrücke – an Werktagen zwischen Jänner und November im Schnitt 4.925 Radfahrende gezählt wurden, das ist eine Zunahme um ein Drittel. Im Vergleich zum Jänner bis November 2010 waren hier sogar um zwei Drittel mehr Radfahrende unterwegs. Auch die anderen drei Zählstellen weisen eine Zunahme des Radverkehrs auf: Bei der Körösistraße wurden pro Tag 3.750 Radfahrende gezählt, eine Zunahme um 20 Prozent. Bei der Zählstelle Stadtpark waren im Schnitt 3.435 Radlerinnen und Radler unterwegs (plus 51 Prozent) und bei der Bertha von Suttnerbrücke waren es 2.335 (plus 6 Prozent).“
Der VCÖ fordert den Ausbau der Radfahrinfrastruktur im gesamten Raum Graz. Die Umlandgemeinden sollen durch Hauptradrouten an die Stadt angeschlossen werden. „Jede zweite Autofahrt in Graz ist kürzer als sechs Kilometer und damit in einer fürs Radfahren idealen Distanz. Und mit den immer beliebter werdenden Elektro-Fahrrädern sind auch Distanzen von 15 Kilometern für viele gut zu bewältigen“, sieht VCÖ-Experte Gansterer ein großes Potential.

VCÖ Pressemitteilung