VCÖ: Ein Zehntel von Österreichs Erdölimporten kommt aus Saudi-Arabien

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In Saudi Arabien wurde der Blogger Raif Badawi zu 1.000 Peitschenhieben verurteilt. Seine Misshandlung sorgt international zu starken Protesten. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) weist aus diesem Anlass darauf hin, dass rund ein Zehntel von Österreichs Erdölimporten aus Saudi Arabien stammt.

Im Pressefreiheitsindex von „Reporter ohne Grenzen“ schneiden Österreichs zehn wichtigste Rohöl-Lieferanten schlecht ab. Ein Viertel der Importe kam im Jahr 2013 aus Kasachstan, das damit der größte Lieferant war. Kasachstan belegt im Pressefreiheitsindex den 161. Rang. Nigeria (zweitwichtigster Importeur) belegt den 112. Rang, Russland (drittwichtigster Importeur) belegt den 148. Platz. Von den 10 größten Rohöl-Lieferanten schneidet Kuwait im Pressefreiheitsindex von „Reporter ohne Grenzen“ mit Rang 91 am besten ab.

Saudi Arabien belegt den 164. Rang von 180 Staaten. Der VCÖ kritisiert die Misshandlung des Bloggers Raif Badawi. „Das ist barbarisch. Saudi Arabien tritt Menschenrechte und Meinungsfreiheit mit den Füßen. Umso ärgerlicher ist es, dass dieses Land zu den größten Rohöl-Lieferanten Österreichs zählt“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Im Vorjahr wurden laut VCÖ in Österreich rund 9,8 Milliarden Liter Sprit getankt. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, um die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu verringern. Zentral seien dafür laut VCÖ ein dichteres Netz an öffentlichen Verkehrsverbindungen, eine verbesserte Infrastruktur fürs Radfahren und eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung in den Gemeinden und Städten. Im Gütertransport seien neben der stärkeren Verlagerung auf die Schiene gerade im städtischen Bereich verstärkt Elektro-Transporter einzusetzen, fordert der VCÖ.

VCÖ Pressemitteilung