VCÖ: Elektro-Mobilität ist für den ländlichen Raum gut geeignet
Verkehr & Luft & Industrie
Die Zahl der Elektro-Fahrzeuge wird in den nächsten Jahren laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) stark steigen.Der VCÖ analysierte jetzt in einer neuen Studie die Chancen für Elektromobilität außerhalb von Städten. Die Mobilitätssituation im ländlichen Raum sei schwierig, so der VCÖ: „Die Flächenerschließung mit öffentlichen Verkehrsverbindungen ist kompliziert und teuer, die Bedingungen für das Gehen und Radfahren sind mangelhaft und die Wege zur Arbeit und zum Einkaufen meist lang. Die Abhängigkeit vom Auto in der Region ist groß.“
Die Chancen für Elektro-Fahrzeuge im ländlichen Raum seien aber sehr gut, weil dort die meisten Fahrten nur für kurze Strecken zurückgelegt werden. 34 Prozent der zurückgelegten Strecken sind kürzer als 2,5 Kilometer, 51 Prozent der Strecken kürzer als 5 Kilometer. 94 Prozent der mit dem Auto zurückgelegten Distanzen auf dem Land sind unter 50 Kilometer – ideal also für Elektroautos.
Viele Haushalte hätten auch Zweitautos, die oft nur dafür benutzt werden, zum nächstgelegenen Bahnhof zu fahren. 26 Prozent der Personen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Umland nach Wien fahren, kommen mit dem Auto zur Haltestelle. Viele Autos sind pro Tag nur eine Stunde im Einsatz, 23 Stunden stehen sie. „Zeit zum Aufladen der Batterie ist also ausreichend vorhanden“, resümiert der VCÖ.
Der Verkehrsclub warnt auch vor der „Kostenfalle“ Auto, „mit weiterhin steigenden Rohstoff- und Sprit-Preisen werden Autos mit herkömmlichen Antrieben immer teurer“.
Die Ergebnisse der Untersuchung wurden jetzt in dem neuen Factsheet „E-Mobilität in der Fläche“ präsentiert, das als Download auf der Webseite des VCÖs zur Verfügung steht.
VCÖ-Pressemitteilung
VCÖ-Factsheet: E-Mobilität in der Fläche